Der Junggesellenabschied – Abschiedsfeier von der Freiheit?
Der letzte Abend in Freiheit! So wird es oft beschrieben. Aber eigentlich handelt es sich doch um einen Neuanfang. Der Junggesellenabschied stammt ursprünglich aus England und wurde beim Vater des Bräutigams gefeiert. Bei diesem Junggesellenabschied wurde der Bräutigam auf seine ehelichen Pflichten getestet und es wurden Ansprachen in Festtagskleidung abgehalten. Heute bezeichnet man den Abschied des Bräutigams von den eigenen Freunden als Junggesellenabschied, da sich dieser nun in die Fänge einer Ehe begibt und sein Junggesellendasein an den Nagel hängt.
Dieser Junggesellenabschied des Bräutigams wird zusammen mit seinen Freunden, die ausnahmslos männlich sein dürfen, ein paar Tage vor der Heirat gefeiert. Der letzte Abend in der so genannten Freiheit, wird von den Kumpels übernommen, organisiert und geplant. Oftmals weiß der Bräutigam auch im Vorfeld nichts davon und wird von seinem Freundeskreis mit einem Junggesellenabschied überrascht. Ziel von einem Junggesellenabschied ist es, diesen ausgiebig und ausgelassen zu feiern. Aber zu einem Junggesellenabschied und auch Junggesellinnenabschied zählen auch verschiedene Aufgaben, die dem Bräutigam beim Junggesellenabschied auferlegt werden.
Diese Aufgaben und Spiele beim Junggesellenabschied tragen zur Stimmungsauflockerung bei, sind lustig und sollen dazu beitragen den zukünftigen Bräutigam nach dem Junggesellenabschied mit Würde in die Ehe zu entlassen. Zu einer der berühmtesten Aufgaben bei einem Junggesellenabschied, zählt vor allen Dingen die Aufgabe “Küss mich, ich bin kein Frosch”. Allerdings kann diese Disziplin beim Junggesellenabschied schon auch gefährdend für die bevorstehende Ehe sein, da es sich hierbei um das Sammeln von weiblichen Küssen dreht. Oft wird der Junggesellenabschied auch gefilmt, um eine Erinnerung an den Junggesellenabschied fest zu halten. Auch die Buchung einer Stripperin für den Bräutigam kommt bei einem Junggesellenabschied immer wieder vor.
Dabei sollte aber im Vorfeld abgesprochen werden, was bei einem Junggesellenabschied erwünscht ist und wie weit die Stripperin auf Tuchfühlung gehen darf. Denn wie bereits erwähnt, wird ein Junggesellenabschied schon auch mal filmisch fest gehalten und die zukünftige Braut könnte Einblick erhalten. Ist diese dann dem Junggesellenabschied ihres Bräutigams gegenüber nicht aufgeschlossen genug, kann es schon zu vorehelichen Problemen kommen. Und ein Junggesellenabschied ist eine Feier und sollte mit positiven Erinnerungen verbunden werden und nicht zu negativer Stimmung beitragen. Ein Junggesellenabschied kann individuell gestaltet werden und der Phantasie bei einem Junggesellenabschied sind keinerlei Grenzen gesetzt.
Das macht einen Junggesellenabschied auch zu einer beliebten Feier, die in erster Linie mit Spaß verbunden ist. Die Prüfungen, die der zukünftige Bräutigam bei einem Junggesellenabschied bestehen muss, sind zwar nicht immer leicht, sollen aber beweisen, dass er reif für die Ehe ist. Nicht ohne Grund hat der Junggesellenabschied schon eine lange Tradition und wird als wichtiges Ritual vor einer Eheschließung abgehalten.
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